1 + 1 = 2
„Lass uns die Kapitel doch erst mal am Flipchart strukturieren und Zeitfenster festlegen“, sagte Thorsten, als wir mit dem Buch beginnen wollten. „So kann ich nicht arbeiten, das engt mich ein“, sagte Svenja. „Ich brauche erst mal ein Brainstorming.“ Solche Szenen wiederholten sich im Laufe unserer Zusammenarbeit für das Buch „Ich hasse Teams“ häufiger.

Und anfangs bestätigten sie Svenja Hofert darin, dass sie eine geborene Einzelkämpferin sei. Bloß nicht abstimmen, nachfragen, auf das Denk- und Ideentempo von anderen Rücksicht nehmen… Und Struktur? Hilfe! Thorsten Visbal dagegen war als ehemaliger Mittelfeldspieler immer auf „Team“ und kollegiale Zusammenarbeit gepolt. Im Laufe der viermonatigen Projektarbeit geschah allerdings etwas, mit dem wir selbst nicht gerechnet haben. Thorsten entwickelte Einzelkämpfertendenzen und entdeckte den Charme des Alleinearbeitens. 1+1=2

Und Svenja sah, dass das Sich-Abstimmen nicht immer furchtbar sein muss und bei Meinungsverschiedenheiten durchaus nicht immer nur ein „fauler Kompromiss“ rauskommen muss, sondern ein besseres Ergebnis. Unser Buch ist so ein besseres Ergebnis – finden wir. Und unsere Trainingskunden auch.

Das bessere Ergebnis entstand und entsteht durch eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, bei der wir uns zu 100% so akzeptieren, wie wir sind. Wir haben unsere Potentiale genutzt, unsere Aufgaben den Kompetenzen entsprechend aufgeteilt und auf die Ergebnisse des jeweils anderen vertraut. Und wenn etwas genervt hat, haben wir es direkt ausgesprochen.

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